SIEBEN PROTOTYPEN FÜR EINE ÖKOSOZIALE ERNEUERUNG

Driving the Human versteht sich als treibende Kraft im Experimentieren mit nachhaltigen und kollektiven Zukunftsperspektiven, die in einem transdisziplinären und kooperativen Ansatz Wissenschaft, Technologie und Kunst verschränken.

Im Zeitraum von 2020 bis 2023 wird das wissenschaftlich-künstlerische Kooperationsprojekt Driving the Human sieben konkrete Prototypen entwickeln und produzieren, die Antworten auf komplexe Fragen der Gegenwart geben. Das Projekt wird gemeinsam von vier Partnerinstitutionen geleitet – acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften; Forecast; der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) und dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe –, auf deren vernetzte Expertise und Kompetenzen es zurückgreifen kann. Mit ihrem gemeinsamen Einsatz werden diese Partnerinstitutionen die vielfältigen Entwicklungen und Ergebnisse der Initiative bereichern.

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Im Anschluss an die erste öffentliche Präsentation im November 2020 wird Driving the Human eine öffentliche Ausschreibung lancieren und verschiedene Teilnehmer*innen – Designer*innen, Künstler*innen und andere multidisziplinäre Akteur*innen – dazu anregen, die Wissensnetzwerke und das multidisziplinäre Fachwissen zu nutzen, um zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und sie als Prototypen zu testen. Die sieben finalen Prototypen können ganz unterschiedliche Formen annehmen: von begehbaren Rauminstallationen bis zu gestalteten Objekten, von architektonischen Mock-ups bis zu interaktiven Spielen, von Videoarbeiten bis zu Performances.

Im Laufe des Jahres 2023 wird die Community aus Teilnehmer*innen, Expert*innen und Publikum diverse Phänomene wie die sozialen Auswirkungen der Erderwärmung, Energiekreisläufe und technologiegetriebene Disruptionen, die Bedeutung kollektiver Entscheidungsfindung sowie zeitgenössische Prozesse des Wert- und Warentauschs untersuchen. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit werden während der dreijährigen Laufzeit des Projekts regelmäßig vorgestellt und der Öffentlichkeit vermittelt. Zugleich werden Handlungsstrategien in Form von physischen Erfahrungsräumen entwickelt, die sich durch ihre eindrückliche individuelle und kollektive Wirkung auszeichnen. Langfristig entstehen auf diese Weise Werkzeuge, die neue Formen der Wahrnehmung und Erschließung der Welt ermöglichen.